Skype im Unternehmen – Wie schütze ich meine Daten am Besten?

Viele Unternehmen setzen Skype als Kommunikationslösung ein. Zu den Vorteilen, bringt dies aber auch meist sehr unterschätzte Risiken mit sich.


Was muss ich bei der Nutzung von Skype bedenken?

Die Idee hinter Skype ist sehr effizient und progressiv gedacht, neben der gängigen Chatfunktion, besteht die Möglichkeit Telefonkonferenzen mit bis zu 25 Teilnehmern und Videokonferenzen mit bis zu 10 Teilnehmern abzuhalten. Zusätzlich ist es möglich Dateien zu versenden und Bildschirmfreigaben zu erteilen. Auch ein Verbindung zum Telefonnetz ist gegen ein gewisses Endgeld dazu buchbar.

Jedoch wiegen die Schattenseiten ebenfalls schwer, so ist also mit Netz abhängigen Qualitätseinbußen sowie Verbindungsschwierigkeiten, nicht garantierter Verfügbarkeit und fehlendem Notruf zu rechnen.

Außerdem nutzt Skype ein dynamisch erweiterbares Netzwerk, denn jeder Computer, der die Software installiert, wird in das Netz eingefügt und dient als Supernodes oder ‚Knotenpunkt‘, um die Verbindung aufzubauen oder zur Datenübertragung.

Außerdem durchdringt Skype jeden Router oder jede Firewall, was teilweise zur Blockierung von VOIP führen kann.

Das heißt also, durch jedes Gerät auf dem Skype geöffnet ist fließen Daten. Sind Sie in Ihrem Unternehmen mit mehreren Computern angemeldet, kann dies zu Überlastungen oder übermäßigem Verbrauch von Datenvolumen und Akkuleistung. Sie sollten demzufolge berücksichtigen, dass Ihre Firmendaten weltweit durch fremde Rechner laufen, denn dies ist unter anderem in der Lizenzvereinbarung geregelt.

Auch Schwachstellen im Sicherheitskonzept sind nicht auszuschließen, die Möglichkeit der Abhörung und der Installation von Viren ist also nicht zu leugnen. Laut „Skype Privacy Statement“ wird die Datenverschlüsselung für Behörden ausgehebelt, damit ist Skype im Unternehmen als Hilfsmittel zur Wirtschaftsspionage weiterhin ein hohes Risiko.

Durch eben diese Sicherheitslücken, kann jederzeit auf Kamera und Mikrofon der Rechner zugegriffen und somit ganze Räume überwacht werden. Skype blockiert diese dauerhaft, um jederzeit Zugriff darauf zu haben und macht sie dadurch für andere Anwendungen unzugänglich.

Supernodes haben also auch die Fähigkeit, nicht nur Signalisierungsdaten, sondern auch Sprachdaten zu routen, so wird es den Überwachungsbehörden einfacher gemacht, Gespräche zu monitoren.

Die Meldung dazu wurde von Microsoft nach der offiziellen Bestätigung, jedoch wieder aus dem Netz beseitigt. Das US-Patent 20110153809 „Legal Interception“ verweist darauf, dass damit das Abhören von Skype ermöglicht werden soll.

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Voice-over-IP als Alternative?

Voice-over-IP (VOIP) kann Skype funktionstechnisch durchaus das Wasser reichen, jedoch sind die Sicherheitsmaßnahmen viel transparenter und ausgefeilter.

Da VOIP die Zukunft der Telefonie darstellt, muss ausreichend für die Sicherheit Ihrer Daten gesorgt sein. Diese kann, durch eine Verschlüsselung der Unternehmenskommunikation, ungemein erhöht werden.

So besteht die Möglichkeit einer TLS-Verschlüsselung, sollte dann jemand versuchen sich in Ihr Gespräch zu hacken, hört dieser nur ein Rauschen, wenn er überhaupt merkt, dass grade ein Gespräch geführt wird.

Auch bei zu vielen fehlgeschlagenen Einloggversuchen auf Ihrem Konto wird es automatisch für einen begrenzten Zeitraum gesperrt.

Zudem werden zahlreiche weitere Sicherheitsfeatures geboten, die auf Ihr Unternehmen angepasst werden können.

Unter anderem haben Sie die Möglichkeit gewisse Sperren einzurichten, so beispielsweise die monatlichen Ausgaben oder den maximalen Minutenpreis. Hier wird das Anrufziel von unserem Sicherheitssystem geprüft, wird der Minutenpreis bei einem Anruf höher als erlaubt, wird der Verbindungsaufbau nicht zugelassen. Anders herum beim ‚IP-Filter‘, dieser überprüft die Anrufquelle. Kommt der Anruf aus einem anderen Netz oder von einer anderen IP-Adresse, als die Ihre, wird der Anruf blockiert und Sie erhalten eine Email Benachrichtigung dazu.

So wird das Risiko eines erfolgreichen Hackerangriffs minimiert und Schadensbegrenzung geschaffen.

Gern beantworten wir Ihnen auch weitere Fragen zum Thema Verschlüsselung, sprechen Sie uns einfach drauf an.

Fazit

Alles in allem lässt sich zusammenfassen, dass Skype durchaus seine Vorteile bietet, jedoch die entstehenden Risiken ebenfalls bedacht werden müssen. VOIP stell somit die sicherere Variante dar, wenn Sie ihre Unternehmensdaten erfolgreich schützen wollen.